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Ratgeber · Automatisierung

Automatische Etikettiermaschine – so läuft die Etikettierung von selbst

Etikettieren ist das eine – das Produkt zur Maschine und wieder weg zu bekommen das andere. Dieser Ratgeber zeigt, wie eine automatische Etikettiermaschine die Produkte selbst zuführt, positioniert und abtransportiert: mit Feeder, Drehteller und Stapelzuführung.

Von einer automatischen Etikettiermaschine spricht man, sobald das Etikett nicht mehr von Hand aufgezogen und angedrückt wird, sondern die Maschine es selbsttätig spendet und aufbringt. Der entscheidende Unterschied zwischen den Geräteklassen liegt aber nicht im Etikettieren selbst – das beherrschen alle – sondern in der Frage: Wer bewegt das Produkt?

Bei einer halbautomatischen Maschine legt der Bediener jedes Produkt ein oder hält es an. Bei einer vollautomatischen Maschine übernimmt die Technik auch das: Sie führt die Produkte zu, vereinzelt sie, positioniert sie zum Etikettierkopf und transportiert sie nach dem Etikettieren wieder ab. Genau diese Bausteine schauen wir uns hier an.

Der Feeder – Produkte automatisch zuführen

Ein Feeder übernimmt die Aufgabe, die sonst eine Hand erledigt: Er führt die Produkte einzeln und in gleichmäßigem Takt der Etikettiereinheit zu. Das ist die Grundvoraussetzung für durchgängigen Betrieb, denn ohne gleichmäßige Zufuhr entstehen Lücken oder Staus.

Beim Reibungs-Feeder (Friction Feeder) trennt eine angetriebene Walze das jeweils unterste oder vorderste Produkt vom Stapel ab und schiebt es einzeln weiter. So lassen sich flache Produkte wie Beutel, Kartonagen oder Blister zuverlässig vereinzeln, bevor sie unter den Etikettierkopf laufen. Der Universal-Feeder deckt ein breites Spektrum an Formaten ab und lässt sich auf Produktgröße und Materialstärke einstellen.

Universal Feeder zur automatischen Produktzuführung
Universal-Feeder: führt Produkte einzeln und getaktet der Etikettiereinheit zu.
Reibungs-Feeder LAB-Serie, linke Seite
Reibungs-Feeder an der Maschine (linke Seite).
Reibungs-Feeder LAB-Serie, rechte Seite
Derselbe Feeder von der rechten Seite – Vereinzelung im Detail.

Der Drehteller (Turntable) – Zuführung und Abtransport im Kreis

Ein Drehteller führt runde Behälter wie Flaschen, Dosen und Gläser über eine rotierende Scheibe an die Etikettiereinheit heran und danach wieder ab. Der große Vorteil: Zu- und Abführung laufen platzsparend auf derselben Fläche, ohne lange Förderstrecke. Das eignet sich besonders für kompakte Aufstellungen und mittlere Stückzahlen.

Ein Einlauf-Drehteller sammelt die Behälter und schleust sie vereinzelt in die Maschine. Am Auslauf nimmt ein zweiter Drehteller die fertig etikettierten Produkte auf und puffert sie, bis sie entnommen oder weitergeleitet werden. Ein Spacewheel oder Schneckenrad sorgt dabei für den gleichmäßigen Abstand, damit jeder Behälter sauber positioniert unter den Spendekopf kommt.

Auslauf-Drehteller mit etikettierten Flaschen
Auslauf-Drehteller: puffert die fertig etikettierten Behälter.
Etikettiermaschine ELF-50 mit Drehteller
Vollautomatischer Aufbau: Etikettierer mit Ein- und Auslauf-Drehteller.

Stapelzuführung (Hopper) – große Mengen ohne Nachlegen

Bei flachen Produkten mit hoher Stückzahl kommt die Stapelzuführung ins Spiel: Der Bediener legt einen ganzen Stapel ein, und die Maschine zieht selbsttätig ein Produkt nach dem anderen ab. So läuft die Etikettierung über längere Zeit, ohne dass jemand einzeln nachlegen muss – die Voraussetzung für Durchsätze von mehreren tausend Produkten pro Stunde.

Ob Feeder, Drehteller oder Stapelzuführung die richtige Wahl ist, hängt von Produktform und Stückzahl ab. Runde Behälter passen meist zum Drehteller, flache Produkte zum Feeder oder Hopper. In vielen Fällen kombiniert eine Anlage mehrere dieser Bausteine.

Das Zusammenspiel – warum der synchrone Antrieb entscheidet

Alle Bausteine nützen wenig, wenn sie nicht exakt zusammenarbeiten. Ein Sensor erkennt, wann ein Produkt die Etikettierposition erreicht, und löst das Spenden im richtigen Moment aus. Bei runden Behältern dreht ein angetriebener Rollensatz das Produkt passgenau zur Etikettenbahn, damit das Etikett faltenfrei und ohne Schlupf anliegt.

Erst dieses Zusammenspiel aus Zuführung, Sensorik und synchronem Antrieb macht aus Einzelteilen eine wirklich automatische Etikettiermaschine – eine, die über Stunden gleichbleibend genau arbeitet, statt nur schnell zu sein.

Von der Idee zur laufenden Anlage

Welche Zuführung passt zu Ihrem Produkt?

Ob Feeder, Drehteller oder Stapelzuführung: Schildern Sie uns Produkt, Form und Stückzahl, wir bestimmen die passende Kombination und zeigen sie im Online-Termin. Beratung direkt von Heino Holst, seit 1997. Rückmeldung in der Regel am selben Werktag.

+49 (0)40 700120-91
info@hdtronic.de
Heino Holst, Geschäftsführer HDTRONIC
Heino Holst
Geschäftsführer · HDTRONIC EDV-Service GmbH

Ratgeber · Automatisierung

Automatische Etikettiermaschine – so läuft die Etikettierung von selbst

Etikettieren ist das eine – das Produkt zur Maschine und wieder weg zu bekommen das andere. Dieser Ratgeber zeigt, wie eine automatische Etikettiermaschine die Produkte selbst zuführt, positioniert und abtransportiert: mit Feeder, Drehteller und Stapelzuführung.

Von einer automatischen Etikettiermaschine spricht man, sobald das Etikett nicht mehr von Hand aufgezogen und angedrückt wird, sondern die Maschine es selbsttätig spendet und aufbringt. Der entscheidende Unterschied zwischen den Geräteklassen liegt aber nicht im Etikettieren selbst – das beherrschen alle – sondern in der Frage: Wer bewegt das Produkt?

Bei einer halbautomatischen Maschine legt der Bediener jedes Produkt ein oder hält es an. Bei einer vollautomatischen Maschine übernimmt die Technik auch das: Sie führt die Produkte zu, vereinzelt sie, positioniert sie zum Etikettierkopf und transportiert sie nach dem Etikettieren wieder ab. Genau diese Bausteine schauen wir uns hier an.

Der Feeder – Produkte automatisch zuführen

Ein Feeder übernimmt die Aufgabe, die sonst eine Hand erledigt: Er führt die Produkte einzeln und in gleichmäßigem Takt der Etikettiereinheit zu. Das ist die Grundvoraussetzung für durchgängigen Betrieb, denn ohne gleichmäßige Zufuhr entstehen Lücken oder Staus.

Beim Reibungs-Feeder (Friction Feeder) trennt eine angetriebene Walze das jeweils unterste oder vorderste Produkt vom Stapel ab und schiebt es einzeln weiter. So lassen sich flache Produkte wie Beutel, Kartonagen oder Blister zuverlässig vereinzeln, bevor sie unter den Etikettierkopf laufen. Der Universal-Feeder deckt ein breites Spektrum an Formaten ab und lässt sich auf Produktgröße und Materialstärke einstellen.

Universal Feeder zur automatischen Produktzuführung
Universal-Feeder: führt Produkte einzeln und getaktet der Etikettiereinheit zu.
Reibungs-Feeder LAB-Serie, linke Seite
Reibungs-Feeder an der Maschine (linke Seite).
Reibungs-Feeder LAB-Serie, rechte Seite
Derselbe Feeder von der rechten Seite – Vereinzelung im Detail.

Der Drehteller (Turntable) – Zuführung und Abtransport im Kreis

Ein Drehteller führt runde Behälter wie Flaschen, Dosen und Gläser über eine rotierende Scheibe an die Etikettiereinheit heran und danach wieder ab. Der große Vorteil: Zu- und Abführung laufen platzsparend auf derselben Fläche, ohne lange Förderstrecke. Das eignet sich besonders für kompakte Aufstellungen und mittlere Stückzahlen.

Ein Einlauf-Drehteller sammelt die Behälter und schleust sie vereinzelt in die Maschine. Am Auslauf nimmt ein zweiter Drehteller die fertig etikettierten Produkte auf und puffert sie, bis sie entnommen oder weitergeleitet werden. Ein Spacewheel oder Schneckenrad sorgt dabei für den gleichmäßigen Abstand, damit jeder Behälter sauber positioniert unter den Spendekopf kommt.

Auslauf-Drehteller mit etikettierten Flaschen
Auslauf-Drehteller: puffert die fertig etikettierten Behälter.
Etikettiermaschine ELF-50 mit Drehteller
Vollautomatischer Aufbau: Etikettierer mit Ein- und Auslauf-Drehteller.

Stapelzuführung (Hopper) – große Mengen ohne Nachlegen

Bei flachen Produkten mit hoher Stückzahl kommt die Stapelzuführung ins Spiel: Der Bediener legt einen ganzen Stapel ein, und die Maschine zieht selbsttätig ein Produkt nach dem anderen ab. So läuft die Etikettierung über längere Zeit, ohne dass jemand einzeln nachlegen muss – die Voraussetzung für Durchsätze von mehreren tausend Produkten pro Stunde.

Ob Feeder, Drehteller oder Stapelzuführung die richtige Wahl ist, hängt von Produktform und Stückzahl ab. Runde Behälter passen meist zum Drehteller, flache Produkte zum Feeder oder Hopper. In vielen Fällen kombiniert eine Anlage mehrere dieser Bausteine.

Das Zusammenspiel – warum der synchrone Antrieb entscheidet

Alle Bausteine nützen wenig, wenn sie nicht exakt zusammenarbeiten. Ein Sensor erkennt, wann ein Produkt die Etikettierposition erreicht, und löst das Spenden im richtigen Moment aus. Bei runden Behältern dreht ein angetriebener Rollensatz das Produkt passgenau zur Etikettenbahn, damit das Etikett faltenfrei und ohne Schlupf anliegt.

Erst dieses Zusammenspiel aus Zuführung, Sensorik und synchronem Antrieb macht aus Einzelteilen eine wirklich automatische Etikettiermaschine – eine, die über Stunden gleichbleibend genau arbeitet, statt nur schnell zu sein.

Von der Idee zur laufenden Anlage

Welche Zuführung passt zu Ihrem Produkt?

Ob Feeder, Drehteller oder Stapelzuführung: Schildern Sie uns Produkt, Form und Stückzahl, wir bestimmen die passende Kombination und zeigen sie im Online-Termin. Beratung direkt von Heino Holst, seit 1997. Rückmeldung in der Regel am selben Werktag.

+49 (0)40 700120-91
info@hdtronic.de
Heino Holst, Geschäftsführer HDTRONIC
Heino Holst
Geschäftsführer · HDTRONIC EDV-Service GmbH